Ende der 60er Jahre brauchte Opel ein Konkurrenz Modell für den Ford Capri. Opel baute dann ab September 1970 auf der Basis des Ascona A, den Manta A. Der eigentliche Unterschied zum Ascona lag hauptsächlich in der Coupe Form, dem Sportlichen Touch.
1975 folgte dann das B Modell. Hierbei wurden alle im Manta A erfolgreichen Komponenten wie z. b. unter anderem die Achsen und das Fahrwerk verbaut. Nach und nach gab es verschiedene Motorvarianten. Ab 1978 auch das weniger beliebte, aber praktische Manta B CC Modell. Auffälliges Merkmal war der mit Heckscheibe öffnende Kofferraumdeckel.
Als die Verkaufszahlen in den 80ern rückläufig waren, wurde das Modell einem Irmscher Tuning unterzogen. Im Laufe seines da seins, avancierte merkwürdigerweise der VW Golf zum natürlichen Feind, und nicht der Capri. Es war schon witzig, aber auch unangebracht, was damals zwischen den Fronten so “Abging“.
1988 lief dann der letzte Manta vom Band. In dem Zeitraum von 1970 bis 1988 wurden insgesamt 1056.436 Exemplare gebaut. Irgendwann Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre kamen dann die Manta Witze raus, bestärkt durch die zwei Manta-Filme. Es war damals nicht einfach ein “Manni“ zu sein. Der Preisverfall des Opel Manta war enorm. Viele wurden “geschlachtet“ oder von Mitläufern einfach verheizt.
Wie kam es zu den Witzen? Genau wird man es wohl nie erfahren. Fakt ist, dass die Vorurteile gegenüber den Mantafahrern durchaus berechtigt waren, allerdings trafen diese auf alle Automarken und Typen zu. Es gab genauso viele “Golfer“ oder Caprifahrer ohne Schulabschluss oder einer Friseurin (Friseuse) als Freundin. Selbst die Cowboystiefel (Mantaletten)waren in den 80ern in Mode. Es traf halt den Manta, wie zuvor den Trabbi, den Ostfriesen oder später die Blondinen. Es gab nicht nur junge und bekloppte, es waren genauso viele Studierte, Ältere und Familienväter die dem Manta “verfallen“ waren.
Wenn man heute einem Manta begegnet, dann verdankt man es Schrauber`n wie uns, die viel Geld, Zeit und Arbeit investieren. Leider gibt es immer wieder Idioten die aus Neid oder purer Dummheit dem Wagen schnell mal eben einen Schaden zufügen; aber Manni`s sind doof, ja nee, is klar.
Ein interessantes und freudiges Phänomen das einem immer wieder auffällt ist, dass Klassiker-Fan`s sich immer mehr unterstützen, sich Freundschaften bilden, ja sogar der “Golf-Krieg“ beendet ist. Man kann nur hoffen das Opel nicht auf die idiotische Idee kommt, einen “Neuen“ Manta zu bauen. Schließlich war der eigentliche Nachfolger, der Calibra Anfang der 90 Jahre, auch nicht so erfolgreich wie erwünscht.
Fazit: Wenn etwas vorbei ist, dann ist es vorbei!! Der neue GT ist ja auch meiner Meinung nach nur ein erbärmlicher Abklatsch des Originals. Es gibt also nur eine Alternative zum Erhalt des Manta Kults, und die lautet:
Rettet was zu retten ist.
Hotte



